Grundlagen der Lohnsteuer verstehen
Die Lohnsteuer wird monatlich vom Arbeitgeber eingezogen. Erfahren Sie, wie der Prozess funktioniert und warum der Abzug erfolgt.
Mehr lesenVerstehen Sie, wie Lohnsteuer funktioniert, welche Abzüge es gibt und wie Unternehmen ihre Meldepflichten erfüllen
Die Lohnsteuer ist eine der wichtigsten Steuern in Deutschland. Sie wird direkt vom Arbeitgeber vom Gehalt abgezogen und an das Finanzamt abgeführt. Wer versteht, wie diese Steuer funktioniert, kann seine Finanzen besser planen und kennt seine Rechte.
Auf dieser Seite finden Sie umfassende Informationen zu Steuersätzen, verschiedenen Abzugsarten, Freibeträgen und den Meldeverfahren, die Arbeitgeber einhalten müssen.
Detaillierte Erklärungen zu Steuersätzen, Abzügen und Meldeverfahren
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Die Lohnsteuer ist eine Einkommensteuer, die der Staat erhebt. Sie wird direkt vom Arbeitgeber eingezogen und ans Finanzamt abgeführt. Das Verfahren nennt sich Quellenbesteuerung — die Steuer wird an der Quelle des Einkommens abgezogen.
Ja, ein Wechsel ist möglich — etwa bei Heirat, Trennung oder Änderungen in der Familiensituation. Der Antrag erfolgt über das Finanzamt. Manche Kombinationen von Steuerklassen sind allerdings nicht erlaubt, zum Beispiel zwei Mal Klasse I bei verheirateten Paaren.
Das Bruttogehalt ist der Betrag vor allen Abzügen. Netto ist das Geld, das Sie tatsächlich erhalten — nach Lohnsteuer, Sozialversicherungen und eventuellen anderen Abzügen. Die Differenz kann bei einem Vollzeitjob erheblich sein.
Manchmal ja. Wenn Sie zu viel Lohnsteuer bezahlt haben — etwa weil Sie nicht das ganze Jahr beschäftigt waren oder Sonderausgaben geltend machen können — erhalten Sie eine Rückerstattung über die Steuererklärung.
Arbeitnehmer mit Einkünften nur aus nichtselbstständiger Arbeit müssen oft keine Erklärung abgeben. Aber es lohnt sich häufig freiwillig, um Erstattungen zu erhalten. Selbstständige und Freiberufler müssen immer eine abgeben.
Die klassische Lohnsteuerkarte existiert nicht mehr. Seit 2011 läuft alles über die Elektronische Lohnsteuerkarte (ELStAM). Ihre Daten sind digital beim Finanzamt gespeichert und werden elektronisch an den Arbeitgeber übermittelt.
Verstehen Sie die Kernbegriffe rund um die Lohnsteuer
Steuersätze und Progression: Die Lohnsteuer funktioniert nach dem Progressionsprinzip — je höher Ihr Einkommen, desto höher ist Ihr Steuersatz. Es gibt keine pauschalen Prozentsätze. Stattdessen wird das Einkommen in Stufen eingeteilt und jede Stufe mit einem anderen Satz besteuert. Das bedeutet, dass ein höheres Gehalt nicht automatisch zu proportional höheren Steuern führt.
Sozialversicherungsbeiträge: Neben der Lohnsteuer werden auch Sozialversicherungsbeiträge abgezogen — Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Diese sind oft höher als die Lohnsteuer selbst und wirken sich direkt auf Ihr Netto aus.
Kirchensteuer: Wer Mitglied einer Kirche ist, zahlt zusätzlich Kirchensteuer. Sie beträgt in den meisten Bundesländern 8 oder 9 Prozent der Lohnsteuer und wird automatisch abgezogen, wenn die entsprechende Information beim Finanzamt vorliegt.
Solidaritätszuschlag: Der Soli ist eine zusätzliche Steuer auf die Lohnsteuer. Er wird nur bei höheren Einkommen fällig und soll zur Finanzierung der deutschen Wiedervereinigung beitragen. Seit 2021 entfällt der Soli für die meisten Arbeitnehmer.